Ein Zahnimplantat ist ein „alloplastisches Konfektionsteil“ das in den Kieferknochen eingesetzt wird. Implantare kommt aus dem Lateinischen und bedeutet nichts anderes als „einpflanzen“. Die Implantologie befasst sich als Teilgebiet der Zahnheilkunde mit dem Einsetzen von Zahnimplantaten in den Kieferknochen, welche die Funktion von künstlichen Zahnwurzeln übernehmen und
als Träger von Zahnersatz fungieren. Zahnimplantate werden mithilfe von Schraubgewinden in den Kieferknochen eingesteckt oder eingedreht und verbinden sich mit dem benachbarten Knochen zu einer festen, massiv belastungsfähigen Trägereinheit.

Einsatzgebiete von Zahnimplantaten

StockSnap / Pixabay

Der Einsatz von Implantaten ist bei Ihnen sowohl bei einzelnen fehlenden Zähnen, als auch bei kompletter Zahnlosigkeit möglich. Dabei spielt es keine Rolle, wie der Zahnverlust zustande gekommen ist. Mögliche Ursachen können angeborene Fehlentwicklungen der Zähne sein, aber auch Unfälle und Erkrankungen von Zähnen oder des Zahnhalteapparates.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Implantation?

Ähnlich wie unsere Muskeln benötigt auch das Knochengewebe ein gewisses Maß an Belastung, um sich nicht zurückzubilden.
Unsere Kieferknochen brauchen deshalb eine Stimulation durch die Kaukräfte, wie sie durch unsere Zähne übertragen werden. Fehlt nun ein oder mehrere Zähne fehlt an dieser Stelle der Reiz und es kommt in den betroffenen Kieferabschnitten zu Knochenschwund. Mittels Zahnimplantate kann dies verhindert oder wenigstens verzögern. Aus diesem Grund ist es ratsam, die künstlichen Zahnwurzeln möglichst frühzeitig nach einem Zahnverlust einzusetzen. Jedoch muss der Zahnarzt den richtigen Zeitpunkt je nach Einzelfall bestimmen.

Drei Wege zum strahlenden Lächeln

1. Zahn heraus – Implantat hinein
In manchen Fällen können Implantate sofort nach dem Entfernen eines Zahns eingesetzt werden. Bei dieser Implantationsmethode pflanzt der Zahnarzt die künstliche Wurzel in das bestehende Zahnfach, auch Alveole genannt, ein. Dieses darf dafür bei der Extraktion nicht verletzt worden sein. Der positive Effekt dieses Verfahrens ist die bessere Erhaltung der benachbarten Strukturen von Zahnfleisch und Knochen. Muss der Kieferknochen zunächst aufgebaut werden oder liegt eine akute oder chronisch bakterielle Entzündung vor, ist die Voraussetzungen für eine Sofort-Implantaion nicht gegeben. Der Kiefer muss zuvor heilen.

2. Zahn heraus – 2 bis 12 Wochen warten – Implantat hinein
Das ist die gängigste Methode der Zahninplantation. Bei der sogenannten „verzögerten Sofortimplantation“ wird das Implantat nach circa zwei bis zwölf Wochen in das ehemalige Zahnfach eingesetzt. In dieser Zeit können kleinere Entzündungen behandelt werden und abheilen.

3. Zahn heraus – mindestens 3 Monate warten – Implantat hinein
Diese Vorgehensweise und die damit verbundene längere Wartezeit ist besonders sinnvoll bei starken Entzündungen oder etwa Begleiterkrankungen. Bei dieser Spätimplantation ist die Wunde vollständig ausgeheilt.

Weitere Infos erhalten Sie hier: https://www.alex1-berlin.de/

Wissenswertes über die Zahnimplantation

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